In der Zeit vom 4. bis 6. September 2026 fand das offizielle Treffen der verschwisterten Gemeinden Valence-en-Poitou – früher Couhé (Frankreich) und Hemmoor (Deutschland) statt. Damit wurden 59 Jahre Partnerschaft gefeiert. Auf 59 folgt 60, und das bedeutete auch eine Planung und Vorfreude auf das nächste Zusammentreffen. Es wäre dann sozusagen das Diamantene Jubiläum der Verschwisterung.
Neben den schon berichteten Ereignissen des Treffens im September ging es daher auch schon um eine Art Vorbereitung und Ausblick auf künftige Aktivitäten.
Gute Gelegenheit dazu war das im Rathaus stattfindende Arbeitstreffen der Delegationen. An dieser Stelle kann nicht widergegeben werden, welche Fülle von Gedanken ausgetauscht wurden. Im Wesentlichen wolle man die sportlichen Aktivitäten fördern und sich dabei nicht nur auf eine Sportart konzentrieren. Es wurde festgestellt, welche Sportarten in den jeweiligen Städten betrieben werden. Nun ist es an den Beteiligten, Verbindungen herzustellen, um etwas auf die Beine zu stellen. Dabei gehe es nicht nur um Wettkämpfe gegeneinander, sondern auch um gemischte Mannschaften, beispielsweise in einem Turnier.
Wichtig sei angesichts des zunehmenden Alters der an den Treffen Beteiligten eine Verjüngung anzustreben. Man wolle sich daher besonders auf die Generation 60 konzentrieren. Außerdem werde man versuchen, Schüler noch mehr einzubinden. Jedem war allerdings auch klar, wie schwierig allein die terminliche Abstimmung sein kann.
Dafür könne man den geografischen Kreis der an der Verschwisterung Interessierten ausweiten, etwa auf die Börde Lamstedt.
Es solle gewiss nicht am guten Willen mangeln. Darüber waren sich alle einig. Und so kam es auch zum Ausdruck durch die verschiedenen Ansprachen anlässlich des geselligen Abschlusses bei diesem Verschwisterungstreffen.
So hob die Bürgermeisterin von Hemmoor, Frau Sabine Wist, hervor, dass die Städtepartnerschaft durch Begegnungen entstehe, wobei die Beziehungen auch nach den Treffen weiter gepflegt würden.



Mit der Zeit seien auch Verbindungen zwischen Schulen und Bildungseinrichtungen entstanden, wenn dies manchmal auch länger dauere. Mit Blick auf das 60jährigen Jubiläum gab sie auf jeden Fall der Hoffnung Ausdruck, weiter zu machen und mehr Menschen für die Verschwisterung zu begeistern. So sagte sie unter anderem:
„Diese menschliche Nähe gibt unserer Städtepartnerschaft ihren eigentlichen Sinn.
Und in einer Zeit, in der wir viel über Grenzen, Unterschiede und Spaltungen sprechen, halte ich es für besonders wichtig, diese Verbindungen zwischen unseren Gemeinden und zwischen unseren Ländern weiter zu pflegen.
Die Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland hat eine ganz besondere Geschichte.
Unsere beiden Länder haben schwierige und schmerzhafte Zeiten erlebt. Aber sie haben auch gezeigt, dass es möglich ist, Geschichte zu überwinden, Versöhnung aufzubauen und Freundschaft zwischen den Völkern zu einer Realität werden zu lassen.“